Der Mensch ist von Anfang an ein sexuelles Wesen. Dabei kann die Sexualität in positiven Facetten auftretten und zum Beispiel Sinnlichkeit, Erotik, Lust, Zärtlichkeit oder Wildheit mit einschließen. Oder auch eher negative Facetten zeigen, wie Gewalt, Zwang oder Tabuisierung. Gerade weil Sexualität sich so unfassend zeigt, hat die persönliche Einstellung und Integration Auswirkungen auf unsere gesamtes Sein.

 

Obwohl (oder gerade weil) Sexualität in aller Munde ist, ist sie häufig ein Tabu. Im Besonderen gilt das für die kindliche Sexualität mit all ihren Facetten. Tritt diese zu Tage, sind wir Erwachsene häufig verunsichert und im wahrsten Sinne konzeptlos. Im pädagogischen Bereich verstärkt sich die Unsicherheit der Kinder, Eltern, Betreuer und Leitung unter Umständen gegenseitig.

 

Im Ergebnis ist es häufig schwer, sexuelle Situationen von Kindern professionell zu bewerten und angemessen auf sie zu reagieren. Und damit fällt es schwer für Kinder oder Eltern die Anlaufstelle zu sein, die sie gerade brauchen.